Confederation #2 -Die Klügere gibt nach

Titel: Die Klügere gibt nach | Autor*in: Tanya Huff |
Genre: SciFi |Verlag: ‎ 9 Plan Verlag | Erscheinungsdatum: 4.10.2021 |
Seitenzahl: 465 Seiten | Preis: 15,00 Euro Taschenbuch

Man sollte einem Zwei-Sterne-General nie sagen, was man wirklich von ihm denkt. Doch genau diesen Fehler macht Staff Sergeant Torin Kerr. Nach dem letzten erfolgreichen Einsatz erklärt sie dem General ganz genau, was sie von ihm hält. Als Belohnung – oder zur Strafe – muss Torin ohne ihre Mannschaft zur nächsten Mission aufbrechen. Sie soll eine wissenschaftliche Expedition auf einem gerade erst entdeckten, scheinbar verlassenen Raumschiff von wahrhaft gigantischen Ausmaßen schützen. Doch nicht nur sie schützt die Mission, ein vorgesetzter Offizier, der politisch einige Eisen im Feuer hat, ist ebenfalls dabei. Es wird sich zeigen, ob das Schiff wirklich nur ein harmloses Wrack ist oder eine tödliche Falle. Oder auch das Werk einer bisher unbekannten Alienrasse, die sich mit anderen Lebensformen ganz und gar nicht verträgt …

Lachen, vor Spannung nicht aufhören können und immer wieder hoffen, dass liebgewonnene Charakter nicht sterben. Willkommen im Corps

„Ma´am, Sie müssen verstehen, dass es einen Unterschied zwischen Marschieren und Getötetwerden gibt.“

Die Geschichte geht kurz nach Band 2 weiter und was soll ich sagen. Trotz des guten Jahrs Abstand und er enormen Menge an Informationen rund um viele verschiedene Spezies, den großen Feind – um des sich immer noch viele Fragen ranken -, die Ränge und vieles mehr, war ich gleich wieder drin. Die Autorin schafft es mühelos all dieses Wissen mit kurzen Sätzen oder einfachen Szenen wieder an die Oberfläche zu tragen. Dazu nimmt einen Torin super an die Hand und ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr ich ihre coole, selbstsichere Art liebe.

Was ist schlimmer als ein unerwarteter Militäreinsatz? Ein unerwarteter Militäreinsatz mit einer Handvoll Zivilisten.

Torin hielt es anfänglich vermutlich für kaum mehr als ein Ärgernis, als sie von ihrem Team abkommandiert wurde, um einen windigen Helden und ein wild zusammengewürfeltes Team zu einem unbekannten Sternenschiff begleiten sollte. Kaum besser als ein Babysitter-Auftrag, besonders wenn sie sich so die ganzen Zivilisten ansieht. Doch dann geht alles gründlich schief. Plötzlich sitzen sie in der Falle und müssen sich einer unbekannten Intelligenz stellen. Spätestens ab da glänzen die Charaktere und ihr seid an dem Punkt, an dem ihr das ganze Team so unglaublich lieb gewonnen hat. Denn wenngleich ihr alle erst in diesem Buch kennenlernt, hat die Autorin eine geniale Art, um in wenigen Seiten eigene, lebendige und absolut glaubhafte Figuren zu bauen. Gerade die Dynamik zwischen Ryder und Torin ist cool. Und wenn wir schon bei Lebendig sind. Hut ab für Torin. Ich an ihrer Stelle hätte diese verdammte Reporterin vermutlich irgendwann wirklich erschossen.

Durch dick und dünn.

Ein besonderer Trumpf sind definitiv die Mariens unter Torins Kommando. Die Oberbosse der ganzen Vereinigung hielten es nämlich für eine tolle Idee, damit die Presse nichts erfährt, einzelne Marines aus ihren Corps zu nehmen, wild zu mischen und daraus eine neue Einheit zu bauen. Und obwohl sich die Gruppe kaum eine Woche kennt, hält sie zueinander. Sie witzeln, necken sich, geben sich in jeder möglichen Situation Rückendeckung und haben ein solches Urvertrauen in Torin, dass ich gar nicht wissen will, welch eine Last auf ihren Schultern ruht. Aber die ganze Dynamik der Truppe ist toll und als ein liebgewonnener Charaktercharakter stirbt, wird klar wie gut sich diese Gruppe kennengelernt hat. Denn sie wissen alles über ihren gefallenen Kameraden und werden sein Opfer nie vergessen. Solche und andere Szenen, dazu das noch immer bestehende Geheimnis rund um die Anderen – so werden die Feinde der Föderation genannt – und die aktuell bestehenden Gefahren, lassen das Buch durchweg unglaublich spannend, witzig und traurig zugleich sein. Und dabei rückt man nur zu gerne nah an Torins Seite. Denn wenn einer uns lebend da durch bringen kann, dann ist sie es. Man kann gar nichts dagegen tun, dass man ihr, genau wie ihre Mannschaft, alles anvertraut.

Alleine für Torin die immer realistisch, logisch und nie eingebildet oder überheblich agiert, müsste man dieses Buch lesen. Dazu kommt der Aufgab der ganzen Gesellschaft, inklusive einer Vielzahl an Rasse und ihrer Eigenarten, und natürlich das Team. Es macht einfach nur so viel Spaß der Dynamik zu folgen und sich langsam mehr Wissen über die Anderen, und den ihnen unterstehenden Völker, anzueignen.
Müsste ich etwas kritisieren, wäre es wohl, dass ich Jarret vermisst habe. Den 2. Leutnant aus dem Vorband habe ich einfach so unheimlich lieb gewonnen und hoffe sehr, dass er im nächsten Band wieder an Torins Seite kommt. Die beiden waren im ersten Band einfach so niedlich. Und wir alle wissen ja, dass di ´Taykaner ein Talent dafür haben, selbst eine Gerichtsverhandlung in einen kleinen Flirt zu verwandeln.

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