Tagebuch eines Vampirs #1 – Im Zwielicht

Titel:Im Zwielicht englischer Titel:The Awakening Reihe: Ja – Band 1 der – Tagebuch eines Vampirs – Buchreihe Sprache: Deutsch Autor: Lisa J. Smith Verlag: cbt ISBN: 978-3-5703-0497-6 Preis: 7,995 $ (D) Taschenbuch  Seiten: 256 empfohlenes Alter: ab 12 Jahren Erschienen: 11. November 2008 Leseprobe

Kein Junge konnte ihr auf Dauer widerstehen und keiner hatte sie je übersehen. Bis jetzt.

Als Stefano in der amerikanischen Kleinstadt Fell´s Church seinen jahrhundertelangen Schattendasein entfliehen sucht, beggnet er der faszinierenden Elena – und das Drama von einst scheint sich zu wiederholen. Denn wie Stefano verliebt sich auch Damon in die Highschool-Schönheit. Doch während sich Stefano verzweifelt gegen sein Verlangen nach ihrem Blut wehrt, hat Damon es genau darauf abgesehen. Skrupellos versucht er, Elenas und Stafanos Liebe zu zerstören und selbst von ihrem Blut zu trinken . . .

 Leider sieht man an diesem Cover recht gut das man es mit der Düsternis etwas übertreiben kann. Das Cover wirkt farblos und ja, einfach langweilig. Es ist kein Hingucker und kann in dieser Hinsicht beim Leser nicht wirklich punkten. 

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Die englischen sind auch nicht gerade besser.

 Erster Satz – Liebes Tagebuch, heute wird etwas schreckliches passieren.


 Das neue Schuljahr beginnt und nichts ist so, wie es zuvor war. Das hat zum einen mit dem neuen Mitschüler Stefano zu tun, der an die Schule gewechselt ist und Elena nur durch seine Anwesenheit ganz schön den Kopf verdreht. Doch egal was sie auch tut, der Neue scheint sie nicht eines Blickes zu würdigen. Dann passieren Morgen und Stefano beginnt sich noch mehr von ihr zurückzuziehen. Aber er kann doch nicht der Mörder sein . . . oder?


 „Das Oberteil muss mit Klebstoff befestigt sein. In was wird sie sich wohl beim nächsten Ball wickeln? In Cellophan?“


Stefano spürt die Dunkelheit in sich. Sie lauert in seinem Inneren. Bereit loszuschlagen. Und vielleicht ist es Wahnsinn, dass er es dennoch probiert. Hier in dieser Stadt. Unter Menschen zu leben. Normal zu leben. Doch dann passiert es. Er verliert die Kontrolle. Schwindel. Fehlende Erinnerungen. Dann eine Leiche. Und niemand anders außer er ist in der Nähe. Das würde er spüren.

 Der Ton im Buch ist ein ganz anderer als in der Serie. Auch die Randbedingungen und manche große und kleine Details sind vollkommen anders. Das spiegelt sich nicht nur in der Umgebung, sondern auch in den Charakteren wieder. Wer also das Buch nur aus der Faszination der Serie lesen wollen, wird hier enttäuscht sein. Wer das Buch aber als etwas Eigenes sehen will und kann, dem zeigt sich der Beginn einer netten Vampirgeschichte auf, dessen Schreibstil zwar nichts Besonderes ist, der einen aber dennoch irgendwie gut durchs Buch zieht. Manchmal geht es jedoch etwas arg schnell. Wie mit der Liebe, die irgendwie plötzlich da war. *Magic* Ihr wisst, was ich meine. Ein wenig runder hätte die Geschichte hier laufen können.

Elena ist die Queen der Schule und genau so gibt sie sich auf. Sie ist sich ihrer Wirkung auf das männliche Geschöpf durchaus bewusst und nutzt das auch ziemlich schamlos aus, um das zu bekommen, was sie will. Und als sie beschließt, dass sie Stefano will, kann sie mit seiner Zurückweisung gar nicht umgehen. Das gibt ihrer Eingebildeten und manchmal arroganten Art einen gehörigen Dämpfer. Das sie dann gleichzeitig irgendwie zwischendrin als schüchtern hingestellt wurde, vertrug sich nicht ganz, wurde aber im Verlauf des Buches auch wieder abgelegt wie ein unliebsames Kleidungsstück. Stefano ist natürlich gut aussehend – wie alle im Buch die was auf sich halten – reich und unsere verdammte Kreatur der Nacht. Natürlich leidet er auch angemessen vor sich hin. Gleichzeitig ist er aber auch sehr ritterlich und wohlerzogen, was er seiner Adeligen Abstammung verdammt. Im Grunde also der nette Vampir von nebenan mit dem ein oder anderem Geheimnis.
Damon ist da schon gefährlicher, auch wenn er in diesem ersten Band eher eine Nebenfigur ist. Er fühlt sich ziemlich wohl in der Dunkelheit und hat anders als Stefano keinerlei Gewissensbisse sich von Menschen zu ernähren. Und noch weniger, wenn es darum geht, sie zu töten.

Auch an den Nebencharas merkt man – wie auch an den Hauptcharas – das die tiefere Ausarbeitung fehlt. Elena wirkt manchmal sehr lächerlich arrogant, Stefano wie ein braves Hündchen der drauf wartet Gassi geführt zu werden. Nur Damon zeigt etwas Charakter und hat sich gleich mal zu meinem Liebling aufgeschwungen. Es ist also bei allen noch Platz nach oben.

Ich habe die Serie gesehen und lese nun die Bücher, erstens, weil ich sie auf dem Sub habe und zweitens, weil ich gerne die „. Hier sollten aber alle Fans beachten, dass die Bücher eben nicht mit der Serie vergleichbar ist. Ja klar, die Grundidee der rivalisierenden Brüder wird aufgegriffen, aber schon von den Charakterzügen ist nur wenig wiederzufinden. Zumindest erschien mir Elena in der Serie manchmal zwar etwas naiv, aber eben nicht eingebildet und von sich selbst überzeugt wie im Buch.
Dennoch hat mir das Buch Spaß gemacht. Denn zwischen dem amüsanten gegifte der Teenager baute sich Spannung auf. Angriffe, dann eine Leiche und über all dem hing eine eindeutige Handschrift.
Die Reihe weiterlesen werde ich auf jeden Fall. Mich interessiert ob die Charaktere sich weiter entwickeln und in welche Richtung die Buchidee wohl gehen mag, denn groß mit der Serie soll und hat sie ja nichts zu tun.

„Im Zwielicht“ ist ein netter Vampirroman für zwischendurch, von dem man aber keine hohen Sprünge erwarten sollte. 

3 von 6 Krümeltörtchen verdient sich der erste Band der Tagebuch eines Vampirs -Reihe und damit ein gesundes Mittelmaß.

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