Titel: Two Can Play – Die spielerische Weiterentwicklung von Liebe | Autor*in: Ali Hazelwood
| Genre: Romance | Verlag: Rütten & Loening Berlin | Erscheinungsdatum: 11.2.2026 |
Seitenzahl: 255 Seiten | Preis: ab 16,00 Euro Broschur

Es ist die Chance ihres Lebens. Viola Bowen darf ein Videospiel zu jener Buchreihe entwickeln, die sie liebt wie keine andere. Der Haken: Ihr Projektpartner ist ausgerechnet Jesse Andrews. Jesse, der diese merkwürdige Anziehungskraft auf sie ausübt. Und der ihr auf unverzeihliche Art klargemacht hat, dass er nichts mit ihr zu tun haben will. Viola hat nicht den geringsten Schimmer, warum. Dann werden die beiden von ihren Chefs zwecks Teambuilding zu einem gemeinsamen Ski-Ausflug geschickt. Frierend in einer abgelegenen Berghütte hocken – mit Jesse nebenan? Schönen Dank auch. Doch als der Schnee immer dichter fällt, merkt Viola, dass hinter seiner Zurückweisung mehr steckt als gedacht – und dass es womöglich gar nicht so kalt ist in den Bergen …
Unwiderstehlich heiß und ein bisschen besessen: SPIEGEL-Bestsellerautorin und Romance-Queen Ali Hazelwood erzählt von dem Verlangen nach jemandem, den man einfach nicht aufhören kann zu lieben

1/3 Gesabber. 1/3 wirklich witzig. Das letzte drittel nur Sex …
Das Core-Team von Flybutter ist klein, wir sind weniger als zehn Leute, aber wenn es etwas zu feiern gibt, können wir beachtlichen Lärm veranstalten.
So lässt sich die „traurige“ Handlung wohl am besten zusammenfassen. Und dabei habe ich im Mittelteil wirklich kurz gedacht: „Ahh! Jetzt wird’s gut!“ Nun, wie soll ich sagen: Der Gedanke hielt leider nicht lange an. Aber beginnen wir doch mal am Anfang …
Im Buch geht es um Viola. Sie arbeitet bei einer Spielefirma und steht endlich kurz davor, ihren großen Traum zu verwirklichen. Sie und ihr Team können Limerence 3 entwickeln! Leider gibt es einen Haken: Sie müssen es gemeinsam mit einem anderen Studio tun. Einem Studio, das leider die gesamte Belegschaft hasst … und auch sie selbst hat eher ungute Gefühle, arbeitet dort doch Jesse, ein genialer Entwickler, der sie aus irgendeinem Grund derart kalt behandelt. Leider hat das ihre jahrelange!!! Schwärmerei nur mäßig gedämpft. Und weil die Auftraggeber gerne ein Team wollen, das sich nicht gegenseitig heimlich in den nächsten Häcksler schubst, haben sie ein Teambuilding ausgeheckt Was kann auf einer tollen Skihütte voller heißer Schokolade schon schiefgehen …
Bitte gebt mir meine Lebenzeit zurück!
Übertreibe ich? Nun vielleicht ein ganz kleines, winziges bisschen. Aber dem Buch fehlte wirklich fast alles, und das, obwohl ich den tollen Humor der Autorin wirklich mochte. Vermutlich war das mit der Grund, warum ich wirklich darauf gewartet habe, dass es besser wird und mal weg von der totalen Oberflächlichkeit der Figuren ging. Ich meine, der wohl einzige Charakter, der mir erwachsen und angenehm in Erinnerung geblieben ist, ist Violas bester Freund. Und der ist im Grunde einfach nur ein guter Sidekick …
Aber gehen wir mal zu Viola. Das erste Drittel des Buches dürfen wir uns nämlich an ihrer ewigen Schwärmerei zu Jesse „erfreuen“. Jihuu …. Und dann sind wir auf der Hütte und es wird plötzlich süß. Es gibt ein paar tolle Gespräche, niedliche Momente, kleine Missverständnisse, und da denkt man schon, das wird noch was … nur um dann total gegen die Wand zu laufen. Wie? Nun, plötzlich löst sich alles in pures Wohlgefallen auf und im Grunde vögeln sich die beiden durch das letzte Drittel des Buches. Nur hier und da abgerundet durch ein paar pseudotiefe Gespräche über „Motivation durch tote Eltern“-Blabla Aber ehrlich, da brauchte ich dann echt auch keine Tiefe mehr. Besonders nicht, wenn es erst ein „Nein, ich will dich nicht nur für Sex denn du bist etwas Besonderes für mich“ in motivierten Dauerbettsport ausartet. Ich meine, da geht dann halt alles verloren …
Limerence 3
Wisst ihr, was das schlimmste war? Die bloße Tatsache, dass die fiktive Buchreihe „Limerence“, welche im Werk sozusagen nur den Grundpart für die ganze Handlung bildete, einfach spannender war als das ganze Pseudodrama ringsherum. Ich fand die Parts, in denen über die beiden Figuren, die Geschichte und die ganze Aussage der Limerence-Reihe geredet wurde, so toll! Aqualuna hatte einfach viel mehr Charakter und Tiefe, als Viola sie im ganzen Buch erreicht. Und das ist auf eine ganz eigene Art und Weise ziemlich bitter …

Abgesehen vom Humor hatte das Buch für mich kaum etwas zu bieten. Die Figuren bleiben flach, die Handlung wirkt stark konstruiert und alleine das Auflösen in komplettes Wohlgefallen hat mich extrem genervt. Die beiden kannten sich nicht wirklich, schworen sich aber schon die große Liebe. Himmel … Mal ganz davon abgesehen, dass die „prickelnden Szenen“ für mich eher so gewirkt haben, als „müssen die noch irgendwie rein“.


