Der Erdbeerpflücker

Titel:Der Erdbeerpflücker Reihe: Ja -Band 1 der – Jette und Merle – Reihe Sprache: Deutsch Autor: Monika Feth Verlag: cbt ISBN: 978-3-426-50155.9 Preis: 8,95$ (D) Taschenbuch Seiten: 352 Genre: Jugendthriller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren Erschienen: 1. Dezember 2003 Leseprobe

Noch könnte er einfach aufstehen und gehen.
Er sah sie an. Und er wusste, diese Möglichkeit gab es nicht mehr für ihn.

  Als ihre Freundin ermordet wird, schwört Jette öffentlich Rache – und macht den Mörder damit auf sich aufmerksam. Er nähert sich Jette als Freund, und sie verliebt sich in ihn, ohne zu ahnen, mit wem sie es in Wahrheit zu tun hat.  

Ein Thriller, der sich unter dem Deckmantel von Sommer, Früchten und purer Harmlosigkeit verbirgt? Diesen Anschein erweckt zumindest der Erdbeerpflücker und wert sich mit hellen Farben einmal gegen das sonst so düstere Thriller-Image. Dass er dabei aber trotzdem den typischen Farben dieser Genre treu bleibt, merkt man erst auf den zweiten Blick. Alles in allem ein schönes Cover und schon durch die Andersartigkeit ein Eyecatcher.

Erster Satz – Es war einer dieser Tage, an denen man die Hitze riechen konnte.

 Für Jette scheint es ein Sommer wie immer zu sein. Heiß, langweilig, zufrieden. Zusammen mit ihren beiden besten Freundinnen Caro und Merle hatten sie sich schon einiges vorgenommen. Doch alles kommt anders. Caro fällt einem Mann zum Opfer und die Mädchen schwören Rache. Öffentlich. Ein Fehler. Der Täter wird auf sie aufmerksam und beginnt mit ihnen ein perfides Spiel. Ein Spiel, dessen Ende hinter einem sanften Lächeln und stillem Schweigen liegt. 

 Monika Feth hat einerseits einen angenehmen Stil der einen leicht und locker durch die Seiten führt ohne das es Platt oder gestellt wirkt, andererseits ist es ihr nicht sonderlich gut gelungen einen Spannungsbogen aufzubauen. Dies wird sicherlich auch seine Gründe in diesem Klappentext haben. Denn er lässt wirklich keinen Platz für eventuellen Spielraum. Es passiert nämlich genau das und nicht mehr. Punkt. Leider geht das sehr auf Kosten der Lesefreude.

Sowohl Jette als auch Merle konnte mich nicht ganz in ihren Bann ziehen. Beide Charakter wirkten noch sehr unausgereift und schon alleine das seltsame und teilweise absolut unverständliche Verhalten der Mädchen wirkte auch mich im besten Fall noch naiv, im schlechtesten einfach nur dämlich. Ich meine, nur als Beispiel, wenn eure WG-Freundin gekillt wird, und der Verdacht besteht ihr ominöser Freund könnte etwas damit zu tun haben, würdet ihr doch bestimmt zumindest einmal darüber nachdenken euer Türschloss auszuwechseln und nicht den verdammten Schlosser wegschicken? *Augenverdreh*
Auch die plötzliche Liebe die Jette verspürt und wie schnell sie von der ewigen Liebe, bis das der Tod uns scheidet, spricht finde ich übertrieben. Auch ihre Gedanken das sie ja lange genug gewartet hätte ehe sie sich näher kommen, finde ich unpassend. So altmodisch kann ich jetzt einfach auch nicht sein!  All das zusammengenommen lässt die Charaktere zusammen mit den wenigen Eigenschaften, die man aus den Seiten kratzen kann, einfach noch sehr dürftig wirken. Ich hoffe da in den anderen Bänden wirklich auf mehr Tiefe!

Wer auch immer den Klappentext dieses Buches geschrieben hat, man sollte ihn immer noch verklagen. Mir jedenfalls ist es unbegreiflich, wie man ein Buch so beschreiben kann, das lediglich der Hund am Ende eine Überraschung darstellt. Ein wirtliches Ärgernis. Da muss ich das Buch nicht lesen, wenn der Klappentext ein Spoiler in Leuchtreklame ist.
Gut gefallen hat mir, das auch der Täter seine Seiten bekommen hat. Es war unheimlich zu sehen, wie das Mädchen unterbewusst schon Furcht empfand und dann doch die Anziehungskraft überwog. Eine sehr gefährliche Mischung.
Aber auch hier kommt, hätte man im Klappentext nicht alles brühwarm ausgeplaudert, hätte das ganze einfach mehr Spannung und vor allen mehr Wirkung erzielt. Beim nächstem Band, hoffe ich das sich das in Grenzen hält. Oder sollte man hier lieber auf das Lesen des Klapptentextes ganz verzichten?

 Leider Spoilert sich dieser Thriller selber und so wirkt alles, was man liest irgendwie bekannt. Ein Raten um den Täter gibt es von Anfang an nicht. Damit geht leider jeglicher Anspruch verloren. 

2 von 6 Krümeltörtchen sind es leider nur, die ich diesem Buch verleihen kann. Ich hoffe auf eine Steigerung im nächsten Band und darauf, das der Autor des Klappentextes etwas weniger Mitteilsam ist .

Teilen auf . . .
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments
zurück nach oben
0
Lass mir gerne einen Kommentar da. ( ̄▽ ̄)/♡x
WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner