Infatuated Fae #1 – How does it feel?

Titel: Infatuated Fae #1 – How does it feel? | Autor*in: Jeneane O’Riley |
Genre: Fantasy/ Dark Romance | Verlag: ‎ Piper | Erscheinungsdatum: 1.8.2025 |
Seitenzahl: 432 Seiten | Preis: 18,00 Euro Hardcover

Er hält sie gefangen, um sie zu vernichten. Sie muss drei Prüfungen bestehen, um zu überleben.

Die junge Biologin Callie fällt bei einer Expedition aus Versehen durch ein Portal ins düstere Reich der Unseelie-Fae. Sie stürzt dabei in die Arme des dunklen Fae-Prinzen Mendax, der sie für eine Attentäterin hält. Doch anstatt sie sofort zu töten, nimmt er sie gefangen und zwingt sie zu drei tödlichen Prüfungen, die sie nicht bestehen kann. Denn auch wenn Mendax es sich nicht eingesteht: Etwas hält ihn davon ab, Callie selbst zu töten. Etwas Dunkles. Brennendes. Verzehrendes.

Mendrax ist mal ein glaubwürdiger Bösewicht, der auch nicht durch seine wachsenden Gefühle gezähmt wird.

„Gut, dass ich einen Feuermagier und eine Wichtelaufräummanschaft habe, sonst wäre ich sehr verärgert darüber, das mein Badezimmer abgebrannt ist.“

Callie hatte eigentlich nur vor, ihr Mikroskop zu holen, als sie plötzlich durch einen Feenring stolpert und dabei ausgerechnet auf den Prinzen der Unseeli stürzt. Und weil dieser scheinbar ein bisschen paranoid ist, hält er sie natürlich sofort für eine Attentäterin, welche ausgerechnet von den Menschen geschickt wurde, um Mendax zu töten. Seine Reaktion ist schnell und erbarmungslos. Er lässt ihr von einem seiner Soldaten ein Schwert durch die Brust rammen.
Problem gelöst?
Das dachte Mendax, bis er bei seiner Rückkehr zu ihrer Leiche, um ihren Kopf zu holen, feststellt, dass sie noch immer nicht tot ist …

OMG was habe ich hier gelesen?

Wer Enemies to Lovers mag, sollte sich dieses Buch wirklich genauer anschauen, denn was könnte Feinde besser ausmachen als ein paar beherzte Versuche, den anderen umzubringen? Dabei ist es Mendax scheinbar egal, wie grausam das vonstattengeht. Erst hetzt er ihr einen Sumpfschrat auf den Hals, dann verwickelt er sie in eine Reihe tödlicher Fae-Spiele. Sollte sie siegen, würde das ihre Freiheit bedeuten. Doch nicht einmal Callie glaubt, siegen zu können. Derweil muss sich Mendax mit der wachsenden Erkenntnis herumschlagen, dass es vielleicht einen Grund geben könnte, warum er selbst nicht dazu fähig scheint, sie umzubringen.

Dabei bekommen wir nach und nach einen Einblick in den Unseelie-Hof, ihren Hass auf gefühlt alles was lebt und die grausame Fae-Natur an sich. Und hier wird es wirklich dunkel! Callie muss einen echten Horror durchmachen und bricht mehrfach fast darunter zusammen. Und dabei ist sie so glaubwürdig. Also mal keine absolut starke, unerschütterliche Heldin, sondern eine ganz normale junge Frau, die auch einfach mal einen Nervenzusammenbruch bekommt, wenn jemand versucht, sie umzubringen.

Und auch Mendax ist als Figur an sich genial. Er hat unglaublich viele Nuancen. Er ist böse, hat Spaß am Töten und sagt auch, dass er das genießt. Er lässt sich nicht von Callie ändern oder wird plötzlich ein zahmes Kätzchen. Aber wie er Callie behandelt, verändert sich, je nachdem, in welcher Phase der „Akzeptanz“ wir uns gerade befinden. Doch nur weil er ihr seine sanfte und verletzliche Seite zeigt, bedeutet das nicht, dass er im Anschluss nicht ein paar Familien auslöscht, um an Informationen zu kommen. Und mal eine solche Figur zu erleben, die ihrem Charakter eben treu bleibt, war genial zum Lesen.

Da ist doch mehr …

Dieses Gefühl wird man beim Lesen nicht los. Denn immer wieder fallen kleine Details, zu denen aktuell noch Informationen fehlen. Warum hasst Mendax Menschen wirklich so sehr? Warum hat er seinen Vater getötet und wie kommt dieser grausame Unseelie-Prinz zu derart loyalen Untertanen? Besonders wenn man bedachte, dass er öfter mal welche von ihnen abmurkst. Ich denke, da werden einige Dinge in Band 2 geklärt, und eines kann ich euch sagen: Ich würde ihn am liebsten gleich lesen! Denn dieses Buch hat den absolut fiesesten Cliffhanger, den man sich vorstellen kann!
Was mich auch überraschte, war übrigens, dass die beiden nicht wirklich im Bett miteinander gelandet sind. Zwar gab es ein heißes Prickeln und ein paar passende Szenen, aber mehr war nicht. Und das war so eine gute Idee, um die Spannung zwischen Mendax und Callie in die Höhe zu treiben.

„How does it feel“ war wohl meine erste Dark-Romantasy und sie war auch ein echtes Erlebnis. Spannend, düster und boshaft, aber gleichzeitig mit unerwarteter Tiefe und einer Menge Geheimnisse. Ich bin schon sehr gespannt, wie das im nächsten Teil weitergehen wird. Hoffentlich muss ich nicht zu lange warten.

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