Ever #1 – Wann immer du mich berührst

Titel: Ever #1 – Wann immer du mich berührst | Autor*in: Nikola Hotel | Genre: New Adult |
Verlag: Kyss | Erscheinungsdatum: 16.6.2021 | Seitenzahl: 432 Seiten
| Preis: 12,99 Euro

Liebe wird aus Mut gemacht!

Verletzt. Verängstigt. Verloren. So fühlt Abbi sich momentan. Sie will einfach nur nach Hause, weg aus der Reha-Klinik, wo sie nach einem schlimmen Autounfall wieder laufen lernen soll. Nur macht sie keine Fortschritte. Überhaupt keine. Abbi hat seit dem Unfall panische Angst vor Schmerzen, und die Therapie läuft dementsprechend schlecht – bis sie einen neuen Physiotherapeuten bekommt. David Rivers ist noch Student, aber mit seiner geduldigen, sanften Art dringt er zu ihr durch. Wann immer er sie berührt, verfliegt ihre Angst. Sie fühlt sich sicher. Doch das ist sie nicht. Denn David kennt ein Geheimnis, das ihre ganze Welt zerreißen könnte …

Eine tolle, zarte Geschichte die einen echt mitzieht . . . bis zur Hälfte . . .

„Du bist wirklich ein Angsthase“, unterbricht sie mich mit einem Kopfschütteln. „Dann hetze ich dir eben einen Kollegen auf den Hals. Jemanden, der mehr Geduld hat als ich.“

Nach einem Unfall und einer mehr als nur etwas schmerzhaften Erstversorgung ist Abbi komplett verängstigt, wenn es um die Belastung ihres Beines geht. Diese Angst blockiert jedoch ihre Reha und da sich auch nach Wochen keine Besserungen erkennen lassen, bekommt sie einen neuen Therapeuten. Nur leider hat dieser aus persönlichen Gründen so gar keine Lust, etwas mit diesem Mädchen zu tun zu haben. Und was wirklich toll und zart und witzig starte, wo sich die Liebesgeschichte herrlich aufbaut und die Dynamik zwischen Abby und David echt toll ist, da macht zu viel Drama im letzten Drittel einfach alles kaputt.

Das letzte Drittel kann man streichen.

Vielleicht etwas hart, aber genau so kam es mir vor. Irgendwann machte mir das gezwungene in die Länge ziehen einfach die herrliche Stimmung und das süße Geplänkel zwischen den beiden kaputt. Ich war nur noch genervt, weil das große Geheimnisse inzwischen doch wirklich ziemlich offensichtlich war und wenn David vielleicht einfach mal den Mund aufgemacht hätte, wäre es endlich erledigt gewesen. Aber dieses ständige umeinander herumgetanzt ist ab einem bestimmten Punkt einfach nur noch sehr anstrengend. Das kam dann einfach alles viel zu gewollt rüber.
Gewollt waren die „Prickelnden“ Liebesszenen leider auch. Irgendwie zogen sie sich für mich schrecklich in die Länge und verloren so für mich einfach sehr an Stimmung.

Tolle Nebencharaktere.

Die Randfiguren bekommen wirklich Extrapunkte. Genau wie Abby und David sind sie lebendig gezeichnet und nicht so 0815, wie ich es leider auch schon recht oft erlebt habe. Zwar hätte ich durchaus auf ein paar mehr Kanten und dergleichen gehofft, aber trotz der manchmal zu perfekten Art, waren sie schon sehr liebenswert. Gerade Jane, Davids kleine Schwester, war toll. Ihre freche, direkte Art macht es einem leicht sie ins Herz zu schließen. In Blue bekommt sie auch ihr eigenes Buch, allerdings weiß ich noch nicht, ob ich es wirklich lesen werde. Das aktuelle Drama hat mich doch etwas abgeschreckt.

Tolle Figuren, eine herrliche Dynamik und eigentlich die fast perfekte Liebesgeschichte um sich einfach mal gemütlich zurückzulehnen. Wenn, ja wenn das Drama nicht wäre. Anfangs ist es spannend, dann hofft man darauf, dass es sich auflöst und am Ende war ich nur noch genervt. Dabei hatte die Story wirklich viel Potenzial und alleine durch die Figuren echt Spaß gemacht. Hätte man hier nicht auf Teufel komm raus die Seitenzahl nach oben treiben müssen – denn so fühlte es sich für mich leider im letzten Drittel an – hätte der Spaß für mich bestimmt auch bis zum Ende angehalten.

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Auch besprochen bei: federundeselsohr, buchsichten

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