Julie Jewels #1 – Perlenschein & Wahrheitszauber

Titel: Julie Jewles #1 | Autor*in: Marion Meister |
Genre: Jugendbuch |Verlag: ‎ KJB | Erscheinungsdatum: 22.2.2018 |
Seitenzahl: 352 Seiten | Preis: 16,99 Euro Hardcover / 9,00 Euro Taschenbuch

Ein mysteriöses Geburtstagsgeschenk stellt Julies Leben völlig auf den Kopf: Durch eine Schatulle voller Schmucksteine entdeckt sie ihre magische Begabung. Julie kann Wünsche wahr werden lassen! Einmal der Star der Schule sein, den Jungen ihrer Träume für sich gewinnen … die Möglichkeiten sind grenzenlos! Doch schnell wird klar: Die Magie hat nicht nur gute Seiten, und jeder Wunsch kann verhängnisvolle Folgen haben. Denn will man wirklich von der besten Freundin die reine Wahrheit hören und nichts als die Wahrheit? Und ist erzauberte Liebe noch echte Liebe?

Mädchen. Mädchen … mein neues Rosa-Trauma.

Die Hütte der Witwe war ein uraltes Steinhaus außerhalb des Ortes, wo die Dünen endeten und die Küste sich zu einer steilen Klippe aufbäumte.

Mir ist selten ein Buch untergekommen, dem ich so zwiegespalten gegenüberstand wie diesem hier. Auf der einen Seite fand ich die Idee rund um die Schmuckhexe und die Magie ziemlich spannend. Auch Julie, Ben und Merle waren total cool gezeichnet und einfach Figuren; die man leicht lieb gewinnen konnte. Ihre Neugierde, das leichte Knistern und die Vertrautheit zwischen ihnen taten einfach gut.
Auf der anderen Seite wollte ich Merle und ihre Mutter einfach etwas an den Kopf werfen. Sie verhielten sich öfter so derartig widersinnig, dass ich nur leicht den Kopf schütteln konnte.

Besessenheit ist unheimlich

Und das meine ich genau so, wie ich es schreibe. Denn wo ich anfangs Julies Schwärmerei zu Noah einfach nur niedlich fand, wurde es später regelrecht unheimlich. Das Mädchen steigert sich so in ein paar Blicke rein, dass es sogar mir als Leser stellenweise richtig unangenehm wurde. Dazu kommen Sätze im Sinne »Wir sind seelenverwandt. Wir lieben uns schon, er muss es nur noch erkennen.« (Kein Zitat). Dass das nicht gerade eine gesunde Herangehensweise ist und sie schließlich sogar Magie benutzt, damit sie schneller an ihr Ziel kommt, hinterließen bei mir ein ungutes Gefühl. Da die Bücher als Reihe angesetzt sind, wird es wohl auch mit einer Katastrophe enden.

Diese Mutter …

Und während Julie fröhlich ihre magischen Schmuckstücke macht und dabei zwischen unheimlichen und lustigen Katastrophen hin und her schwankt, kommt immer wieder ihre Mutter ins Bild, die einfach nicht den Mund aufmacht! Statt ihr also mal zu erklären, WARUM die Schmuckmagie gefährlich ist, brüllen sich die beiden Parteien nur an. Leider ist Julie 16. und damit in dem Alter, in dem man sowas nicht einfach mal schluckt. Und als sie Erklärungen sucht, mehrfach, blockt ihre Mom sie komplett ab. Ich meine, Hallo! Julie weiß schon von der Magie, was würde passieren, wenn ihre Mom sie einfach mal richtig aufklärt? Außer das Julie vielleicht erkennt, dass es wirklich nicht gut ist, mit dieser Magie herumzuspielen?

Mädchen-Klischee

Rosa, Schmuck, Make-up, Jungs und keine Ahnung von Mathe. Das Bild was hier von all den Mädchen vermittelt wird, stieß mir doch öfter etwas sauer auf. Das Bild des absoluten Klischee-Mädchens wurde hier mit so viel Glitter gezeichnet, und das Wort kam wirklich übertrieben oft vor, dass ich leicht traumatisiert bin. Dabei hätte das die Story gar nicht gebraucht. Julie ist ein selbstbewusstes Mädchen, das jedoch unter diesem oberflächlichen Kram manchmal untergeht. Besonders wenn sie sich über die Oberflächlichkeit von Leuten aufregt, nur um zwei Zeilen weiter genauso zu reagieren.

Klingt alles ziemlich negativ.

Jein. Wo mich die Idee und die Geheimnisse absolut abholen konnten, da trafen mich die Kanten umso härter. Vermutlich auch, weil ich selbst nie das typische Mädchen war und diese ganzen Klischees mir einfach nur ziemlich auf die nerven gehen. Dennoch hat mir das Buch auch Spaß gemacht. Ich mochte die Dynamik der Figuren und denke auch, dass Julie noch einiges lernen wird und vermutlich auch erkennt, das erzwungene Gefühle nie gut sind. Nie echt.

Julie macht es einen nicht leicht. Eine tolle Story und lebendige Figuren beißen sich mit so manch hohlköpfigem Verhalten und der ungesunden Besessenheit, die Julie an den Tag legt. Zwar wird sich das vermutlich im Verlauf der Geschichte noch ausgleichen, aber so hatte ich die ganze Zeit nur das Gefühl, das hier mächtig etwas schiefläuft.

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Auch besprochen bei: lilstar

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