Titel: Widdersehen | Autor*in: Leonie Swan |
Genre: Krimi | Verlag: Dumont | Erscheinungsdatum: 14.4.2026 |
Seitenzahl: 336 Seiten | Preis: 25,00 Euro Hardcover

Als ihre Schäferin Rebecca urplötzlich die Europareise abbricht und die Herde rund um Miss Maple zurück in irische Gefilde führt, sind die Schafe zunächst optimistisch wie Frühlingslämmer. Denn wo könnte es schöner sein als auf der Heimatweide? Auch der jüngste Zuwachs ist gespannt – Madouc, offiziell Ziege, inoffiziell »Schaf auf Probe«, hofft auf viele neue Einblicke in die geheimnisvolle Welt der Schafe. Kaum dort angekommen, ist das Bedauern jedoch groß: Die geliebte Weide ist gar nicht mehr so schön, wie sie es in der Erinnerung war, und obendrein haben drei fremde Schafe mit seltsamen Namen alle Lieblingskräuter weggeknabbert. Als wäre das nicht schon genug, ist Rebecca plötzlich wie vom Erdboden verschluckt. Zurückgeblieben ist nur ein einzelner Finger (kein guter Anfang) und ein geheimnisvoller Brief, aus dem sich die Schafe mangels Vorlesemenschen keinen Reim machen können. Die Herde befürchtet das Schlimmste. Es ist völlig klar: Sie müssen ihre verschollene Hirtin retten. Unversehens finden sie sich in einem Familiendrama wieder, und einmal mehr zeigt sich: Alles ist zu meistern – man braucht nur genügend Wollensstärke!

Ermittelnde Schafe und ein verlorener Finger
Demähkratie
Miss Maple und ihre Herde sind zurück auf ihrer Heimatweide und müssen nicht nur erstmal damit zurechtkommen, dass ihre Erinnerungen an diesen Ort nicht ganz mit der Realität übereinstimmen, sondern auch noch mit drei Fremdschafen zurechtkommen. Und wenn das noch nicht genug ist, verschwindet plötzlich ihre Schäferin Rebecca und stattdessen liegt ein stinkender Finger im Schäferwagen. Zumindest nicht der von Rebecca, meinen die optimistischen Schafe, doch allen ist klar, das kann nichts Gutes bedeuten. Also macht sich die verrückte Herde auf den Weg, ihre vermisste Schäferin zu finden, und erlebt dabei nicht nur einen ganzen Wollberg aus Abenteuern, sondern trifft auch noch einen Mann, der genauso dringend ihre Hilfe zu brauchen scheint, wie er die ihre …
Schafe auf abwegen
Wem das aus Klappentext und auch Cover nicht ganz klar ist, dem sei gesagt: Hier erwartet euch kein typischer Krimi. Denn zwar treffen die Schafe im Verlauf der Geschichte auf die ein oder andere Leiche, aber in typischer Schafsmanier übergehen sie die meisten einfach. Immerhin kann man sich ja nicht um jede herumliegende Leiche kümmern! Besonders dann nicht, wenn man doch seine Schäferin finden muss! Doch zwischen lustigen Schafsiddden, drolligen Charakteren, einer guten Portion Humor und einer hier und da aufblitzenden klassischen Gangstergeschichte wird es auch immer wieder überraschend emotional.
Dazu ist die Geschichte rund um den Finger und der ganze Zusammenhang mit Rebecca wirklich toll aufgebaut. Zwar ahnt man ab einem Punkt schon leicht eine grobe Richtung, aber die Ideen der Schafe, um auf Schafsart die Ermittlungen zu unterstützen und dabei natürlich immer wieder Chaos zu verursachen, sind einfach toll!

Ermittelnde Schafe, verlorene Finger und ein paar Gangster, die ganz der alten Schule entstammen In „Widdersehen“ findet alles seinen Platz und lockt in vergnügliche Lesestunden.


