Titel: Empire of Blood – We Who Will Die | Autor*in: Stacia Stark |
Genre: Fantasy | Verlag: dtv | Erscheinungsdatum: 13.3.2026 |
Seitenzahl: 624 Seiten | Preis: 26,00 Euro Hardcover

Das Leben im gefährlichen Dorn Distrikt ist für Arvelle und ihre jüngeren Brüder ein ständiger Überlebenskampf – und der fremde Vampir vor ihrer Haustür weiß genau, womit er sie erpressen kann. Als letzte Rettung für ihren schwer kranken Bruder, geht Arvelle einen magischen Schuldschwur mit einem schier unmöglichen Ziel ein: Sie soll den Imperator töten, einen uralten Vampir, den der Gott Umbros selbst erschaffen hat. Dafür muss sie zunächst die Auslese überleben – einen Arenawettkampf, in dem nur die Schnellsten, Stärksten und Tödlichsten bestehen, um für die imperiale Elitewache ausgewählt zu werden.
Im Trainingslager zieht Arvelle schnell den Zorn des Primus auf sich, dem mächtigen Anführer der Elitewache, während sie sich gleichzeitig dem Sohn des Imperators ausgeliefert fühlt, dem Schlüssel zum Bändigen ihrer Kräfte, auf die der sadistische Herrscher ein Kopfgeld aussetzen würde.
Um in der Arena zu bestehen und ihre Mission zu erfüllen, muss Arvelle einer Verschwörung auf den Grund gehen, die das Reich erschüttern und alles verändern wird, was sie über sich selbst zu wissen glaubte – und über die beiden Vampire, die tief mit ihrem Schicksal verwoben sind. Zwischen tödlichen Kämpfen, dunkler Magie, höfischen Intrigen und einer Verpflichtung, die sie das Leben kosten könnte, muss sie entscheiden, wem sie vertrauen kann. Vielleicht sogar dem Mann, der ihr schon einmal das Herz gebrochen hat …

Okay, das habe ich nicht erwartet …
„Dein Bruder wird sterben.“
„Genau wie du. Ich glaube, das würde Evren gefallen.“
„Mir auch“, sagte Gerith.
Es gibt so Bücher, bei denen macht einen eigentlich nichts so richtig an. Das Cover ist so „na ja“, der Klappentext kickt auch nicht wirklich und doch fängt man es aus diesem oder jeNem Grund an … und plötzlich ist man verloren. Verloren in einer dichten, komplexen Welt, die man diesem Buch gar nicht zugetraut hätte. Zwischen Vmapiren, Menschen, Magie und Göttern. Zwischen Blut und Tod und Rache.
Genau so erging es mir hier! Ich war „Empire of the Blood“ nach 10 Seiten vollkommen verfallen. Ich liebte Arvelle, die so glaubhaft in ihrer Aufopferung und ihrem Misstrauen war. Sie hatte eine Vergangenheit, die weder nach fünf Seiten vergessen war noch sich einfach in purem Wohlgefallen auflöste. Es gab Verluste und Trauer und Wut. Und das hat sie geprägt. Und als jemand ausgerechnet ihre kleinen Rüden bedroht, die letzten Teile ihrer Familie, die ihr geblieben waren, ist sie bereit, alles für sie zu opfern. Auch ihr Leben.
Ich habe so viele Fragen!!!
„Empire of the Blood“ ist nichts für Liebhaber von eher seichter Fantasy. Denn das Buch schafft etwas, das viele nicht wirklich hinbekommen. Diesen zarten Spagat zwischen wirklich komplexer, tiefer Fantasy mit einer wirklich großzügigen Anzahl an gut geschriebenen Figuren und einer Liebesgeschichte, die weder zwischendurch vergessen werden kann noch die eigentliche Handlung überlagert. Das Ergebnis ist pures Gold! Und gerade zum Ende hin beginnt man, sich unendliche Fragen zu stellen. Szenen neu zu bewerten und ein wenig wahnsinnig dabei zu werden. Denn alleine Arvelle ist ein so komplexer Charakter mit unglaublich komplizierten Gefühlen und Hintergründen. Sie handelt impulsiv, ist nicht die perfekte Heldin und macht auch einfach mal dumme Fehler, wenn ihre Impulsivität mit ihr durchgeht. Und doch konnte ich sie immer dabei verstehen.
Dann der Primus und der Sohn des Imperators. Beide sind unterschiedlich, und ich brenne darauf, nach und nach mehr über sie herauszufinden. Denn beide scheinen an unserer Heldin interessiert zu sein. Und wo das beim Primus beruhigend ist, könnte dieses Interesse bei Rorrik tödlich sein.
Spannende Kämpfe und blutiger Sand
Die Welt rund um „Empire of the Blood“ ist rund um Rom, den Imperator und die Gladiatorenspiele aufgebaut. Gewürzt mit genau der richtigen Menge an Fantasy, um so einen fiesen doppelten Boden einzubauen. Und ein Herz von Band 1 sind definitiv die Kämpfe. Und die sind verdammt gut: „Blutig, glaubwürdig, mit genau dem richtigen Tempo. Mehr als einmal dachte ich, ein geliebter Charakter würde einfach draufgehen . Aber es ist nicht nur das. Es geht auch um die Dynamik bei den überlebenden Gladiatoren. Wie sich langsam Vertrauen und Freundschaft bilden, selbst zwischen Vampiren und Menschen, die der Imperator ja doch nur zu gerne versucht, gegeneinander auszuspielen.

Die Geschichte rund um Arvelle, ihre Brüder und ihren verzweifelten Kampf, das zu beschützen, was sie liebt, hat mich vollkommen gefesselt. Ich habe mitgefiebert, mitgelitten und ihre gleichzeitige Sanftmut einfach nur bewundert. Sie wurde in eine Welt geworfen, in der Vertrauen ein schweres Gut ist und nicht leichtfertig vergeben werden kann.
Und nun habe ich es beendet und mein Kopf ist voller Fragen, Vermutungen und Hoffnungen. Ich brauche Band 2, aber das wird leider noch mind. ein Jahr dauern. Götter, ich wünschte, ich hätte eine Zeitmaschine!


