Stadt ohne Wind #1 – Arkas Reise

Titel: Stadt ohne Wind #1 – Arkas Reise | Autor*in: Éléonore Devillepoix | Genre: Fantasy |
Verlag: Insel| Erscheinungsdatum: 11.9.2021 | Seitenzahl: 500 Seiten | Preis: 18,00 Euro

Mit ihrem treuen Pferd ist Arka auf dem gefährlichen Weg in das sagenumwobene Hyperborea. Die dreizehnjährige Kriegerin sucht dort ihren Vater, den sie noch nie gesehen hat. Die Stadt ist ein geheimnisvoller Ort, sie liegt im rauen Gebirge und wird von einer magischen Kuppel geschützt, die nicht nur Feinde abwehrt, sondern auch die kalten Winde der schneebedeckten Gipfel. Und außerdem die letzte Stadt der Welt, in der Magie noch erlaubt ist. Einer der mächtigen Magier soll Arkas Vater sein. Doch das abgeschottete Leben der großen Magier in den hohen Türmen macht es Arka fast unmöglich, ihn zu finden. Einen überraschenden Verbündeten findet sie in dem Magier Lastyanax. Der talentierte und ehrgeizige junge Mann hat es aus der Armut zum Minister geschafft. Und auch er verfolgt eine Mission: Er sucht einen Mörder, der in der Stadt sein Unwesen treibt und sogar seinen früheren Mentor getötet hat. Doch wie sollen sie einen Täter finden, der keine Spuren hinterlässt außer einem eisigen Windhauch? Und welches Rätsel steckt hinter Arkas Herkunft?

Schon auf den ersten Seiten warf mich dieses Buch in eine großartige magische, perfekt ausbalancierte Welt, der ich mich nicht mehr entziehen konnte.

Ich sehe deine Zukunft … Das Lachen, für das man dich lieben wird … Ein um deinen Finger gewundener Greif … Drei dreizente Erbe erwartet dich im Mausoleum …

Wenn ihr dieses Buch, beim nächsten versuch „nur“ zu stöbern, in der Buchhandlung seht und einen Moment lang das tolle Cover bewundert habt, solltet ihr genau eine Sache tun. Kauft es! Kauft es, wenn ihr eine geniale Fantasygeschichte wollt, die an jeder Ecke neues zu bieten hat und dabei noch Figuren präsentiert, in die man sich einfach nur verlieben will. Denn sie sind so eigen und anders und drehen die Stimmung durch Eingeständnisse oder Gedanken binnen weniger Sätze. Gerade die Dynamik zwischen Arka und Lasyanax (kurz Last) ist so genial. Der junge Magier ist alles andere als auf den Kopf gefallen und die Szenen, in denen er Arka mal wieder bei ihren kleinen Schummeleien auf die Schliche kommt, laden zum Schmunzeln ein.

Fantasy ohne Liebesgeschichte zwischen den Protagonisten? Ja, dass geht!

Arka ist ungefähr 13 Jahre und Last 19. Klar das sich da zwischen denen beiden eben mal keine Liebesgeschichte entspannt. Und ehrlich, das braucht das Buch einfach gar nicht. Stattdessen begeisterte mich das zarte Band das sich zwischen den beiden langsam entspinnt und das eben nicht auf die große Liebe setzt, sondern viel eher in die familiäre Richtung geht. Last sieht in Arka eine kleine Schwester und Arkas Reaktion auf diese Momente ist toll. Sie ist unglaublich loyal, aber eben auf ihre eigene, wilde Art und Weise. Das Vertrauen, welches sie sich gegenseitig zeigen, wächst und ist dadurch besonders glaubwürdig und lebendig.

Jede Seite strotzt vor Magie.

Die Welt, und dabei haben wir erstmal nur die Stadt Hyperborea kennengelernt, strotzt nur so vor Magie und ja, auch Hass. Wir haben Zauberer, die Magie wirken und sich ganz klassisch in Politik und Intrigen stürzen. Wir haben Lehrlinge und wundersame Erfindungen. Riesige Transportschildkröten und ein engmaschiges Netz aus Regeln, Geschichten und Aberglaube, welches sich um Hyperborea windet wie eine Schlange. Und eine riesige Schlange taucht tatsächlich sogar auf und lässt mich gerade für Band 2 viel fachsimpeln. Dazwischen wird die Existenz so mancher magischer Kreatur als selbstverständlich hingestellt und eine Mordserie gilt es auch noch aufzuklären. Und zwischen all dem Chaos haben wir die junge Arka, die ihr eigenes Erbe verheimlichen muss, um nicht gleich auf dem nächsten Scheiterhaufen zu landen.
Langweilig wird es auf keiner Seite.

„Stadt ohne Wind“ ist ein wahnsinnig starker Reihenauftakt und für mich ein absolutes Highlight. Es ist lebendig, folgte seinen Regeln und verwebt Vergangenheit und Gegenwart zu einem dichten Teppich. Die ganzen Details und Andeutungen sind der Wahnsinn und doch kann man sich nie ganz sicher sein, ob das denn nun alles so stimmt. Jetzt ist nur noch zu hoffen, dass Band 2 nicht so lange auf sich warten lässt. Denn der Hass zwischen Amazonen und Magier bietet so unglaublich viel Potenzial für die weitere Handlung.

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