Katmere Academy #1 -Crave

Titel: Katmere Academy #1 Crave | Autor*in: Tracy Wolff |
Genre: Jugendfantasy |Verlag: dtv | Erscheinungsdatum: 20.8.2021 |
Seitenzahl: 688 Seiten | Preis: 20,00 Euro

Nach dem Unfalltod ihrer Eltern verschlägt es Grace buchstäblich ins kalte Exil: die Wildnis von Alaska, wo ihr Onkel ein Internat leitet, in dem es nicht mit rechten Dingen zugeht. Und die Schüler sind nicht weniger mysteriös, allen voran Jaxon Vega, zu dem Grace sich auf unerklärliche Weise hingezogen fühlt – trotz aller Warnungen, dass sie in seiner Nähe nicht sicher ist. Doch Jaxon hat seinen Ruf nicht umsonst: Je näher sie und der unwiderstehliche Bad Boy einander kommen, desto größer wird die Gefahr für Grace. Offensichtlich hat jemand es auf sie abgesehen …

Überall lese ich die Biss-Vergleiche zu diesem Buch. Totaler Blödsinn, wenn ihr mich fragt.

„Die Aussage, es wäre besser, wenn wir nicht befreundet wären, heißt nicht, dass ich es nicht sein will, ist mir seltsam sympathisch.“

Ihr habt es an meinen einleitenden Worten vermutlich schon bemerkt, aber mir gehen die ganzen Biss-Bücher/Filme-Vergleiche so unglaublich auf die Nerven. Ich meine, können nicht auch einmal Vampirjugendbücher erscheinen, in denen es – omg! welch innovativer Gedanke! – eine Liebesgeschichte gibt, ohne dass es sich gleich vor den Biss-Vergleich stellen muss? Wäre ja genauso, als würde ich nun Dracula aus seiner Mottenkiste kramen und da jetzt Twilight mit vergleichen. Genau wie der Vergleich hinkt auch dieser hier. Denn Jaxon besitzt mehr Leben als Edward der Eisklotz. Und bevor ihr mich nun teert und federt, ich darf das sagen, da ich die Bücher gelesen habe. Zumindest halb. Dann kamen die furchtbaren Filme und haben mich mit ihren überaus „motivierten“ Schauspielern traumatisiert.

Crave ist nicht Twilight und das ist auch verdammt gut so!

Wenn ihr ein Buch wie die Biss-Reihe erwartet, inklusive schweigsamem Grummel-Vampir dann wird euch Crave enttäuschen. Denn die Handlung hat so viel mehr Tempo, schwankt zwischen Humor, Spannung und heftigem Knistern hin und her. Gleichzeitig vergisst es aber auch seine Tiefe nicht und so erkennt man bald, dass hinter den Figuren eine Vergangenheit steckt, die man einfach ergründen will. Grace ist so voller Leben und Schmerz, dass ich ihr das Ganze einfach abgekaufe und mitgefühlt habe. Ihre Handlungen sind nur selten etwas merkwürdig und das sie auch einfach mal Angst hat, macht sie unglaublich normal.
Aber auch die anderen Figuren sind toll. Ich verlor mein Herz an Flint und Mekhi und so manche anderen. Ich verlor mich in Jaxons Augen, ging in einer Freundschaft auf und bekam ein Messer in den Rücken. Dazwischen immer der unterschwellige Klang von Gefahr und das Gefühl, dass wir noch lange nicht alles wissen.

Die Überschriften können euch umbringen.

Das Buch umfasst tatsächlich nur wenige Tage, in denen sich Grace auf der Academy herumtreibt und es passiert einfach so unheimlich viel, dass man kaum durchatmen kann. Von gewissen Todeserfahrungen zu heftigem Herzklopfen ist alles dabei. Freunde und Verräter geben sich die Klinke in die Hand und die Menge an Andeutungen macht einen teilweise – gerade zum Ende – wahnsinnig. Die übersichtliche Länge der Kapitel ist dabei übrigens irreführend. Denn die frechen, witzigen oder fast herausfordernden Überschriften locken zu „Ach komm, nur noch ein Kapitel.“ Und plötzlich ist es eine Stunde nach Mitternacht und man hat eigentlich Frühschicht.

Hallo Klischee! Wie gut, dass du da bist!!!

Ich muss einfach erwähnen wie genial die Autorin mit Klischees umgeht. Denn klar, sie benutzt sie schon alleine durch – neue Schülerin kommt an die Schule und trifft den Heißtesten Bad Boy der Welt. Aber, dass sie sich im gleichen Atemzug durch Grace Gedanken eben über genau dieses Klischees lustig macht, nimmt dem ganzen den Moment, in welchem ich einfach die Augenrollen will. Stattdessen verlockt die Autorin zum Lachen.

Ich habe mich total in dieses Buch verliebt. Und das nicht nur wegen dem schönen roten Schnitt. Die Figuren sind toll und lebendig, die Geheimnisse teilweise wirklich überraschend und man merkt, dass man das große Ganze hinter der übernatürlichen Gemeinschaft noch lange nicht durchschaut hat. Dazu kommen die drei Zusatzkapitel am Ende des Buches, welche aus Jaxons Sicht geschrieben sind und plötzlich Szenen in einem ganz anderen Licht stellt. Mega gut! Das Ende ist ziemlich gemein und ich freue mich schon jetzt sehr auf den März. Band 2 steht schon im Kalender.

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Auch besprochen bei: Zwischen Prinzen und Bad Boys , Letterheart

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