Ready Player One

Titel: Ready Plaxer One | Autor*in: Ernest Cline |
Genre: Sci-Fi | Verlag: ‎ Fischer Tor | Erscheinungsdatum: 27.4.2017 |
Seitenzahl: 544 Seiten | Preis: ab 9,99 Euro Taschenbuch

Die Erdölvorräte sind aufgebraucht, ein Großteil der Bevölkerung lebt in Armut. Einziger Lichtblick ist die OASIS, eine virtuelle Ersatzwelt, in der man leben, arbeiten, zur Schule gehen und spielen kann. Die OASIS ist ein ganzes Universum, es gibt Tausende von Welten, von denen jede ebenso einzigartig wie phantasievoll ist. Und sie hat ein Geheimnis.

Der exzentrische Schöpfer der OASIS hat tief im virtuellen Code einen Schatz vergraben, und wer ihn findet, wird seinen gesamten Besitz erben – zweihundertvierzig Milliarden Dollar. Eine Reihe von Rätseln weist den Weg, doch der Haken ist: Niemand weiß, wo die Fährte beginnt. Bis Wade Watts, ein ganz normaler Junge, der am Stadtrand von Oklahoma City in einem Wohnwagen lebt, den ersten wirklich brauchbaren Hinweis findet. Die Jagd ist eröffnet …

Also …

Der Kupferschlüssel harret des Spielers Hand
In einer Gruft erfüllt mit Grauen.
Noch viel muss er lernen, noch viel muss er schauen,
Muss auf sein gewonnenes Wissen bauen,
Bis ihm ein Platz auf der Liste wird zuerkannt.

Ich glaube, ich kann zum ersten Mal überhaupt die Entscheidung von Drehbuchschreibern verstehen, den Film anders aufzubauen, als das Buch. Ganz anders. So richtig, richtig anders. So anders, dass bis auf ein Teil der Figuren und die Sache mit der Ei-Suche, kaum etwas von Bedeutung aus dem Buch entliehen wurde. Erinnert ihr euch vielleicht an die coole Auto-Szene im Film? Nun, nein, gabs nicht. Stattdessen war es einfach … langweilig. So wie fast das gesamte Buch. Zäh und träge, ohne wirkliche Spannung.

Kein Leben!

Weder in der virtuellen Welt, noch zwischen den Figuren. Die Freundschaft kam bei mir genauso wenig rüber, wie die einzigartige, ach so tolle Atmosphäre der OASIS. Man hätte da viel mehr herausholen können, meiner Meinung nach. Vielleicht mal weniger Fachsimpeln über Spiele und dafür ein bisschen mehr Beschreibung der einzigartigen Welten. Oder überhaupt mal Welten. Gefühlt kriechen wir den Großteil des Buches an einem Ort herum und lauschen den zähen Gedanken von Wade, unserem Protagonisten. Und auch hier geht es ans Fachsimpeln und ja, ich habe die meisten Anspielungen verstanden. Und ja, es entlockte mir ein leichtes Schmunzeln, anfangs zumindest. Doch diese Art von Humor oder gutem Gefühl erschöpft sich für mich, wenn er derartig breitgetreten wird. Und noch so viel Nostalgie kann leider auch für mich nicht über fehlende Spannung hinwegtäuschen.

Buch vs. Film

Ein unfairer Kampf, soviel ist schon mal klar. Zumindest für mich. Der Film gewinnt. Ich habe ihn gerne gesehen, zwei Mal sogar, und wo ich meistens das Buch besser finde, muss ich mich hier doch auf die andere Seite schlagen. Ich habe dem Buch bis zur letzten Seite eine Chance gegeben, doch ganz ehrlich, das war total vergeudete Zeit für mich. Der Gipfel des Ganzen war übrigens die mit Gewalt eingeprügelte Liebesgeschichte. Wenn Wade in unbändige Liebe entbrennt, ohne einen Menschen jemals wirklich gesprochen oder getroffen zu haben und es fast schon besessen genannt werden kann, ist schon ziemlich schräg. Besonders, da du dich die ganze Zeit fragst, wann das bei ihr bitte auch angefangen hat. Eher wirkt Wade im Großteil des Buches wie ein schräger Stalker.

Falls ich das Buch mit einem Wort beschreiben müsste, so wäre es für mich: Zeitverschwendung. Ich habe wirklich die ganze Zeit drauf gewartet, dass es mich catcht. Mich mitreißt und die vielen, vielen guten Bewertungen für mich verständlich macht. Und klar, ich erkenne definitiv den Nostalgie-Faktor an und ja, ich freute mich auch, wenn ich Szenen, Bücher, Filme oder Spiele wiedererkannte. Das ist einfach cool. Wenn aber die Handlung kaum Tempo aufbaut, sich in unbedeutenden Längen verliert und auch die Figuren mir ziemlich gleichgültig bleiben, dann ist das einfach blöd.

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Auch besprochen bei: Bücherkaffee

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