Worte für die Ewigkeit

Titel: Worte für die Ewigkeit | Autor*in: Lucy Inglis |
Genre: Jugendbuch | Verlag: Chicken House | Erscheinungsdatum: 1.9.2016 |
Seitenzahl: 400 Seiten | Preis: ab 9,99 Euro Ebook

Sommer in Montana, darauf hat Hope so gar keine Lust. Aber gegen ihre resolute Mutter kann sich die 16-Jährige einfach nicht durchsetzen. Und hier, mitten im Nirgendwo, auf einer einsamen Pferderanch begegnet sie Cal, der ihr Leben für immer verändern wird. Montana 1867, die 16-jährige Emily ist auf dem Weg zu ihrem Ehemann, den sie nie zuvor gesehen hat. Doch die Kutsche, in der sie unterwegs ist, verunglückt und als einzige Überlebende wird sie von Nate gerettet – einem Halbindianer, der ihr zeigt, was Leben und Freiheit bedeutet. Zwei große Liebesgeschichten, die auf schicksalhafte Weise miteinander verbunden sind.

Mhmmm …

»Mrs West?«, fragte eine klare und sehr amerikanische Stimme.
Was? Er ist wegen uns hier? O Gott. Bitte, bitte mach, dass ER uns abholt. Vielleicht arbeitet er auf der Ranch. O Gott.
»Dr. West, bitte«, antwortete Meredith kühl.

Zwei Perspektiven, Indianer und alte Geheimnisse. Eine oder zwei süße Liebesgeschichten. Vielleicht ein paar Pferde. Der Klappentext steckt die Erwartungen gut ab und auch wenn wir alles davon bekommen, war ich doch enttäuscht. Die anfängliche Faszination bezüglich der Figuren wich schon nach knapp über 100 Seiten Ernüchterung. Denn die Figuren zeigten mir nichts Neues. Verblieben stetig in ihrem Rahmen, und zwar so stur, dass ich wirklich teilweise von genervt war.

Diese Mutter will man echt nicht geschenkt haben!

Kann man mir bitte verraten, wie man eine derart furchtbare Person als Mutter in dieses Buch stecken kann? Eingebildet, schnell darauf aus, sich eine Meinung zu bilden und immer etwas hochnäsig. Dazu etwas, was ich nur als extreme Kampf-Feministin bezeichnen würde. Zb. ist sie der Ansicht eine Tochter hat ihre Mutter beim Vornamen zu nennen, und nicht Mom oder so. Ja … hat wohl auch was mit ihrem Weltbild zu tun. Außerdem gibt es kaum eine Szene, in welcher sie ihre Tochter nicht blamiert oder sich herausnimmt zu entscheiden die Meinung von Hope einfach mal festzumachen. Zb. beschließt sie, dass Hope etwas Naturwissenschaftliches studiert, ohne zu bemerken, dass dieser das keinen Spaß macht und sie Schriftstellerin werden will.

An der habe ich mich wirklich aufgehängt, da bin ich ganz ehrlich. Aber Hope ist eben auch nicht einfach. Sie lässt alles mit sich machen, ohne mal den Mund aufzumachen. Nein, stattdessen bleibt sie still, bis sie förmlich explodiert. Auch dass sie sich gleich in Cals Aussehen verguckt, ohne mal zu schauen, was er für ein Mensch ist, hat mich irgendwie gestört. Habe einfach gehofft, von ihr gibts diesbezüglich mehr. Immerhin hat es sie bei ihrer Mutter ja immer aufgeregt.

Bleich wie der Tod

Auch Cal und die anderen blieben leider sehr blass und ich merkte bald, wie sehr mich die Figuren, die ganze Handlung, einfach langweilte. Denn obwohl die Idee mit den zwei Perspektiven an sich echt gut wahr, hatte ich das Gefühl doch irgendwie zwei Mal dasselbe Buch zu lesen, nur mit ein wenig verändertem Setting.
Auch diese Geschichte mit dem weißen Jahrhundertpferd wirkte für mich eher reingezwungen, als dass es eine wirkliche Dynamik erhält. Es wird zwar hier und da mal erwähnt und man sieht das Tier auch mal, aber die Faszination, die ich mir irgendwie davon erhofft habe, blieb aus. Dafür gab es wieder zu wenige Informationen. Schade.

Leider konnte sich für mich die anfängliche Faszination nicht durch das ganze Buch ziehen. Das Recyclen des gleichen Plots und die recht stumpfen Charaktere haben mir den Lesespaß einfach genommen. Und zwar so sehr, dass ich mich selbst dabei erwischte, wie ich immer wieder Ausreden dafür fand, ein anderes Buch dazwischenzuschieben. Schade, ich habe mehr erwartet.

Kaufen (gebraucht)

Hier auch besprochen: Mandys Bücherecke

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1 Monat zuvor

[…] eine Stalking-Geschichte so unglaublich zäh erzählt, das es fast schon wieder Achtung erfordert. Worte für die Ewigkeit hatte mich anfangs begeistern können, ließ dann aber schnell wieder nach. Zeitebenen sind ja gut […]

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