Atlas Paradox

Titel: The Atlas Paradox | Autor*in: Olivie Blake |
Genre: Fantasy | Verlag: ‎ Fischer Tor | Erscheinungsdatum: 26.4.2023 |
Seitenzahl: 560 Seiten | Preis: 24,00 Euro Hardcover

Mehr Geheimnisse. Verrat. Verführung. Herzen werden gebrochen, Allianzen geschmiedet und wieder zerbrochen, und die Alexandrinische Gesellschaft wird als das enthüllt, was sie ist: eine mächtige Organisation, die von einem Mann geführt wird, der unsere Welt revolutionieren möchte. Doch die Gesellschaft verfügt auch über mächtige Feinde, die von sich behaupten, eine bessere Alternative zu sein. Die Magier*innen werden sich für eine der beiden Seiten entscheiden müssen. Und allen ist klar: Von dieser Entscheidung hängt nicht nur ihr eigenes Schicksal ab.

Man merkt erst, welchen Platz ein Mensch eingenommen hat, wenn er nicht mehr da ist.

Auch da lag Parisa mit ihrer Vermutung richtig. Und falls Reina noch mehr Anspron brauchte, dann genügte die Aussicht, Parisa zu widerlegen.

Libby ist fort, Atlas hat seine Kandidaten und auch das anstehende Opfer scheint plötzlich keine Rolle mehr zu spielen. Doch wenn wir etwas im ersten Band gelernt haben, sehr früh und sehr schmerzhaft übrigens, ist, dass wir keine einzige Sekunde unaufmerksam sein dürfen. Und doch erwischte mich die Autorin wieder vollkommen unvorbereitet. Denn die Lücke, die Libby durch ihre eigene Art hinterlassen hatte, ist weitaus größer, als man denkt. Sie beginnt sich in kleinen Dingen zu zeigen, erst unscheinbar, doch mit jedem Kapitel wird sie deutlicher. Denn ihr Fehlen beeinflusst nicht nur ihre Kameraden, sondern auch die Bibliothek. Und das bekommt unsere Truppe bald zu spüren.

Teams und Ziele

Genau wie im ersten Teil, ist dieses Buch weder sehr actionreich noch darf man große magische Eskapaden erwarten. Wer das tut, wird enttäuscht sein und vermutlich kaum den Zweiten greifen. Denn darin liegt nicht die Stärke der Geschichte. Will sie gar nicht, gerade wo Magie eher etwas Wissenschaftliches ist. Stattdessen werden die Figuren und sehr viele verschiedene Perspektiven aufgebaut. Man erfährt stückchenweise Dinge, stellt sie infrage und schlägt Bögen zu anderen einmal gesagten Worten. Man beginnt Verbindungen zu erkennen, hinter Masken zu blicken und sich dem Kern jeder Person zu nähern. Dies erfolgt über Gespräche und Gedanken, aber auch über Taten, bei denen man als Leser immer wieder abwägen muss, welche Motivation nun dahintersteckt. Immer wieder stellt man sich selbst Frage: Welche Figuren sind ehrlich miteinander? Welche benutzen sich nur?
All das und noch ein bisschen mehr, sorgt aber auch dafür, dass die Figuren so unglaublich dicht und greifbar sind. Ich liebe sie alle! Und dabei sind sie kaum unschuldig. Ihre Ziele kristallisieren sich nur langsam raus und dazwischen blitzt immer wieder unerwartet Loyalität auf. Oder?

Libby

Gerade Libbys „Part“ fand ich spannend. Wie ihre Abwesenheit derart viele Dinge beeinflusst. Dabei wurde sie von vielen, bestimmt auch einigen Lesern, durch ihre übernervöse, vorsichtige Art als eher anstrengend empfunden. Doch auch hinter ihr steckt eine Geschichte und diese wird dem Leser hier offener gelegt und man erkennt ihre Bedeutung in all dem. Gleichzeitig nimmt unsere Magierin auch ihre Befreiung selbst in die Hand und ich konnte dabei so verdammt gut mit ihr mitfühlen. Gleichzeitig hat ihr Handeln aber auch Einfluss auf das Leben ihrer Freunde …

Band zwei wird noch einmal um einiges komplexer als der erste. Die Dynamiken ändern sich, Konsequenzen stehen vor der Tür und auch die Gegner der Alexandrinischen Gemeinschaft bekommen endlich eine größere Bühne. Die Grenzen beginnen zu verschwimmen und zwingen unsere Truppe zu schwierigen Entscheidungen. Gleichzeitig ändert sich erneut die Dynamik und macht den Leser wahnsinnig. Und ich habe jede Seite genossen!

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