Sister of the Stars

Titel: Sister of the Stars – Von Runen und Schatten | Autor*in: Marah Woolf |
Genre: Jugendfantasy |Verlag: Marah Woolf| Erscheinungsdatum: 20.6.2020 |
Seitenzahl: 480 Seiten | Preis: 20,00 Euro

Manche Dinge vermisst man fĂŒr immer.

Vor vier Jahren wurde Vianne von einer Sylphe gebissen. Im folgenden DĂ€monenfieber verlor sie all ihre HexenkrĂ€fte. Um zu ĂŒberleben, musste sie ihre Heimat und ihre große Liebe Ezra Tocqueville verlassen. Nun kehrt sie geheilt nach Frankreich zurĂŒck, das mittlerweile hinter einer riesigen Mauer liegt, die die Welt vor den DĂ€monen schĂŒtzt. Vianne ist fest entschlossen, sich ihre Magie und Ezra zurĂŒckzuholen.

Vorher muss sie jedoch den jetzigen Großmeister der Magier ĂŒberzeugen, einen Pakt mit den DĂ€monen zu schließen. Aber Ezra hat seine eigenen PlĂ€ne und in diesen kommt Vianne nicht mehr vor.

Wie kann man nur zwei Jahre einem Kerl hinterher schmachten?

„Was sagt dieser Lawrence dazu, das Caleb von Coralis hier herumschleicht?“
„Es hat ihn nicht so sehr schockiert, wie ich erwartet habe.“

Mir gefĂ€llt die Idee, das moderne Setting und die Dynamik zwischen den Schwestern wirklich gut, aber hĂ€tte sie Vianne nicht ein bisschen mehr Hirn mitgeben können? Das ganze Buch ĂŒber rennt sie Ezra hinterher, lĂ€sst sich mies behandeln, gesteht sich ein das aus ihnen nun einmal nichts wird, ist super wĂŒtend und sucht dann wieder fĂŒr ihn Entschuldigungen, weil er sie etwas leidend anguckt. Und nicht einmal, zweimal NEIN! Das ganze verdammte Buch lang! Es war wie ein schlechter Running Gag.
Dabei benimmt sie sich eher wie vierzehn anstatt wie neunzehn und steigert sich teilweise in Dinge rein, ĂŒber die ich selbst nur den Kopf schĂŒtteln konnte. Und egal wie viel mĂŒhe ich mir gab, mit der Liebesgeschichte – wenn man sie nun als solche bezeichnen mag – wurde ich einfach nicht warm.

Vivi hat ein Brett vorm Kopf, aber die anderen sind cool.

Abgesehen von Viannes unglĂŒcklichem Geschmack, was MĂ€nner angeht – Himmel ist mir der Typ unsympathisch! – waren dafĂŒr ihre Schwestern echt toll, auch wenn ich mir hier und da gewĂŒnscht hĂ€tte, dass sie ihren CharakterzĂŒgen an mancher Stelle etwas treuer geblieben wĂ€ren. Zum Beispiel will AimeĂ© aus gewissen GrĂŒnden keine MĂ€nner in ihr leben lassen, wird dann aber schnell wankelmĂŒtig, als es um einen gewissen, frechen DĂ€mon geht. Hier passierte wohl einiges im Hintergrund, was dem Leser verborgen blieb. Fand ich sehr schade, da ich Calb total mochte und hoffe, dass er noch eine grĂ¶ĂŸere Rolle spielt. Er bringt richtig Leben ins Buch.

Womit wir bei den DĂ€monen sind. Ich finde sie bisher ziemlich cool und freue mich darauf viel mehr von ihnen zu erfahren. Außerdem habe ich die Hoffnung, das jemand Vivi den Kopf gerade rĂŒckt und ich mir nicht noch ein Band schmachtgetue antun muss.
Durch die DĂ€monen bemerken die Schwestern zudem erstmals, was von ihrem Wissen, welches Jahrhunderte lang von ihren AnfĂŒhrern proklamiert wird, wirklich der Wahrheit entspricht. Denn wenn die DĂ€monen nicht so sind, wie sie scheinen, gibt es vielleicht auch unter ihnen gute und böse ….

Traue niemandem!

Wo ich jedoch Vivi und Ezra anstrengend fand, hielten mich die Geheimnisse und PlĂ€ne der verschiedenen Fraktionen richtig gebahnt. Wem soll man trauen? Wem aus dem Weg gehen? Oder sind am Ende alle auf ihre ganz eigene Art und Weise bösartig? Die Grenzen verschwimmen und ließen mich in meiner LoyalitĂ€t immer etwas schwanken. Zu Recht, wie das letzte drittel des Buches beweist.

Trotz Vivis Brett vorm Kopf und Ezras unertrĂ€glicher Art, hat mir das Buch Spaß gemacht. Es ist nicht die jubelnde Geschichte, welche ich erwartet habe, punktet jedoch durch den Aufbau der magischen Gesellschaft und sein Setting, welches eben auch mal nicht im Mittelalter, sondern in unserer aktuellen Zeit steckt. Auch sehe ich potenzial fĂŒr Band 2 und es gibt so einige ungeklĂ€rte Fragen. Dennoch werde ich wohl erstmal eine Pause einlegen, sonst bestĂŒnde noch die Chance, dass ich die beiden doch noch erwĂŒrge. Aus Notwehr natĂŒrlich.

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Auch besprochen bei: Leselotte Lieselotte , Legend of Bookworm

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Lisa von Prettytigers BĂŒcherregal
4 Jahre zuvor

Hallo liebe Ruby,

wie schade, dass du die beiden Hauptcharaktere so anstrengend gefunden hast 😀 Deine Beschreibungen sind wirklich göttlich. Das klingt ganz so, als mĂŒsste ich das Buch selbst auch noch lesen – nicht, dass es nicht eh schon auf der Wunschliste stehen wĂŒrde *hust*

Liebe GrĂŒĂŸe
Lisa von Prettytigers BĂŒcherregal (<a href=“https://prettytigerbuch.blogspot.de/“>Blog</a> & <a href=“https://www.instagram.com/prettytigerbuch/“>Instagram</a>)

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