House of Ghosts – Der aus der Kälte kam

Titel: House of Ghosts – Der aus der Kälte kam
Reihe: Ja – Band 2 der – House of Ghosts– Buchreihe
Genre: Kinderbuch
Sprache: Deutsch Autor: Frank M. Reifenberg Verlag: ars Edition ISBN: 978-3-8458-1715-6 Preis: 12,99$ (D) Hardcover Seiten: 176 empfohlenes Alter: ab 10 Jahren Erschienen: 18. September 2017 Leseprobe

Ich will nicht ohnmächtig werden, bläute ich mir ein. Vielleicht schrie ich es sogar gegen den tosenden Hurrikan an, denn um einen solchen handelte es sich midestens.

Viel Zeit, sich über ihr Erbe zu freuen und in der Villa der Urgroßschwiegercousine Emilie anzukommen, bleibt Melli nicht. Die raffgierige Adelheid Wiesendübel macht nämlich ernst. Die Bürgermeisterin setzt alles daran, sich das Grundstück unter den Nagel zu reißen. Auf Recht und Gesetz pfeift sie dabei. Die Villa ist ihr piepschnurzegal, die soll möglichst bald abgerissen werden. Was sollen die armen Geister und Gespenster bloß machen, wenn mit der Villa auch die Pforte ins Jenseits verschwindet? Die nächste Spukgestalt ersehnt sich nämlich schon die Erlösung von ihrem Dasein zwischen den Welten. Aldwyn Murray hat sich allerdings ein wenig verirrt. Der Geist des Jungen, der auf einer Forschungsreise zum Nordpol im ewigen Eis erfror, hockt in der einzigen Metzgerei von Kohlfincken im Kühlhaus und versetzt den halben Ort in Angst und Schrecken. Jedenfalls diejenigen, die ihren Sonntagsbraten in der Metzgerei Rackermann & Söhne kaufen wollen. Melli und Hotte haben also jede Menge zu tun, den verirrten Geist wieder auf Spur zu bringen!

Herabhängende halbe Kühe. Erstarrte Atemwolken. Ein Schauer der langsam über deinen Rücken kriecht. Erkaltete Wurst . . . was Wurst? Genau! Denn das Cover zeigt diesmal ein ziemlich gruseliges Kühlhaus in dem es Spuken soll. Alleine von den Farben und dem Motiv her ein tolles Motiv für ein gruseliges Geisterbuch. Im Vergleich zum ersten Band gefällt es mir sogar einen Tick besser.

Erster Satz – „UAAAAAHH“; schrie mein kleiner Bruder Bobbyboy.

Da hat Melly den ersten Schrecken überwunden, das sie die neue Pförtnerin der Geisterpassage ist, da tauchen auch schon die nächsten Probleme auf. Die Bürgermeisterin und ihre durchtriebenen Brüder sind hinter dem Haus her und versuchen die Schulden der verstorbenen Tante gegen sie auszuspielen. Und auch beim neuen Job von Mellys Mom, geht einiges drunter und drüber. Denn ausgerechnet in der Metzgerei hatte sich ein Geist einquartiert. Im Kühlhaus. Das sorgt für weitere Probleme. Wie soll Melly das nur hinbekommen ohne das ihre Familie etwas von dem neuen „Job“ bemerkt?
Und dann ist die Sache mit dem Geist auch gar nicht mehr so einfach.
Auch der einäugige steht schon bereit und wetzt die Messer.
Ob das diesmal gut geht?

Neben Melly und Horte die ich schon im ersten Teil so lieb gewonnen hatte, lernen wir auch einen neuen Bewohner des Ortes kennen. Die Frau des Metzgers und ihre Geschichte. Eine etwas verrückte aber durchaus sehr liebe Person, die mich beim Lesen, dass ein oder andere mal überraschen konnte. Und natürlich spukt es mal wieder. Unser kleiner Geist ist diesmal in Eis und Schnee erfroren und doch ist es nicht so „einfach“ wie es noch zuvor mit dem Geistermädchen war. Gut das ihre beiden Geister-Berater Ideen haben. 

Die Goldmünze. Um sie ging es. Die wertvolle Goldmünze. Sie war so wertvoll, dass wir eigentlich nicht in einem Zelt im Garten hausen mussten. Aber nicht wervoll genug, um die Villa zu retten, das war mir klar. 


Auch gut fand ich, das der Geist selber wieder zu Wort kam und ein wenig Früher-Heute Vergleiche an den Tag legte. Das würzte die Geschichte noch mit etwas Geschichte, ohne ansatzweise staubig zu werden. 

 Ich bin ja ehrlich. Ich habe ein wenig erwartet das sich dieses Buch wieder am ersten Orientiert. Sprich einen Geist finden und rüber schieben. Ein wenig Stress mit dem Einäugigen. Stattdessen kam es aber anders. Ganz anders und warf fragen auf. Zum einen war es eben nicht „Normal“ mit unserem kleinen Alaska-Geist, zum anderen blieb der Einäugige im Vergleich zum ersten Mal relativ zahm. Aber groß auf den Putz hauen brauchte er ja nicht. Denn die Bürgermeisterin schien mehr zu wissen als man denkt und setzt alles daran das Haus in die Finger zu bekommen. Da bin ich ja gespannt, was sich da noch entwickeln wird.
Es blieb also spannend und hat einfach wieder viel Spaß gemacht beim Lesen. Auch als Vorlesebuch für kleinere und größere Kinder kann ich es mir durch die überschaubare Kapitellänge sehr gut vorstellen.

Wenn ein Buch auch beim zweiten Teil – auch wenn es ein Kinderbuch ist – überraschen kann finde ich das persönlich toll. Diese Schema-F Bücher, rücken für mich da ja eher in den Hintergrund. Ein wenig neues sollte schon dabei sein. Und diese Herausforderung meistert das Buch mit Bravour. Es zeigt das Mellys Job weit aus vielschichtiger ist, als man als Leser erwartet und das ist toll. Da kommt so leicht keine Langeweile auf.
Ich bin mal gespannt, wie sich die Reihe weiterentwickeln wird, denn so ein paar Fragen sind offen geblieben am Ende. Schon wegen dieser Bürgermeisterin.
Lassen wir uns überraschen. 

Auch dieser Teil der Reihe kann begeistern und macht richtig Lust auf mehr. 

6 von 6 Krümeltörtchen für Geister die mal nicht so sind wie man denkt.

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