Special Agent Pendergast #1 – Relic

Titel: Special Agent Pendergast #1 – Relic | Autor*in: Douglas Preston, Lincoln Child | Genre: Thriller |
Verlag: Knaur | Erscheinungsdatum: 1.1.1995 | Seitenzahl: 560 Seiten
| Preis: 10,99 Euro (Taschenbuch)

Ein grausiger Fund versetzt die Belegschaft des Natural History Museum of New York in Angst und Schrecken. Zwei verstümmelte Leichen, umgeben von einem seltsamen Gestank, sorgen für Aufruhr. Dennoch soll der Vorfall vertuscht werden. Ein folgenschwerer Fehler, denn schon bald gesellen sich zu den Leichen weitere Tote. Zeit, dass sich Special Agent Pendergast und Lieutenant Vincent D’Agosta mit ihrem ersten Fall befassen.

Ich habe dieses Buch vor Jahren gelesen und ja, es ist wirklich alt. Dennoch steckt in den Zeilen so viel grauen und Spannung, dass ich mich auch diesmal kaum loseisen konnte.

Und dann richtete Whittelsey das Licht der Taschenlampe auf die Wände der Hütte. Sie bestanden praktisch aus menschlichen Schädeln.

Geheimnisse und alte Geschichten. Das Museum bietet vieles, aber nichts, wovor man wirklich Angst haben muss. Das denken auch zwei Jungen, bis sie in den dunklen Gängen verschwinden und nie wieder daraus auftauchen. Als wenig später ihre Leichen gefunden worden ist klar, ein Wahnsinniger geht um, welcher seinen Opfern auf brutalste Art den Schädel einschlägt und Teile des Gehirns verspeist.
Als weitere Morde passieren und Gerüchte durch das Museum geistern, müssen sich Special Agent Pendergast und Lieutenant Vincent D’Agosta den dunklen Geheimnissen des Museums stellen. Denn diese ganze Geschichte scheint schon vor Jahren ihren Anfang genommen zu haben . . .

Achte auf die Schatten.

Dieses Buch ist schon richtig alt und ich kann mich trotzdem noch gut daran erinnern, wie ich es damals in der Bibliothek aus dem Regal gezogen und wenig später darin versumpft bin. Die Spannung, die Andeutungen und einfach die ganze Atmosphäre haben mich komplett gefangen genommen. Und selbst jetzt, wo ich wirklich schon eine Menge Thriller mit wissenschaftlichem Teil gelesen habe, klingt dieser in seinen Beschreibungen nicht alt oder überholt. Alles fügt sich toll ineinander und bildet mit dem feinen Horror ein großes Ganzes. Dazu ist es auch einfach nicht dieser typische Thriller der oft einfach mehr oder weniger nach Schema F abläuft. Hier wird euch z.b. im Epilog etwas klar, das dieser ganzen Geschichte plötzlich noch viel mehr grauen verlieht. Und ein ungutes Gefühl in er Magengegend. Wobei ihr euch an dieses auch gewöhnen müsst. Den dieses unterschwellige Gefühl von Bedrohung wird euch durch das ganze Buch hindurch begleiten.

Pendergast und D’Agosta oder Holmes und Watson

Pendergast und D’Agosta sind einfach so unglaublich coole Figuren, die sich gegenseitig total gut ergänzen. Pendergast einfach unheimlich klug und wie er selbst in den unmöglichsten Momenten wert auf gutes Benehmen und Höflichkeit legt, ist geil. Er bleibt sich als Figur einfach total treu und das macht seine Figur selbst in den dunkelsten Kapitel sehr glaubwürdig.
D’Agosta selbst hat das Herz einfach am rechten Fleck. Er kommt zudem schnell mit unserem Agenten klar und ist davon wohl selbst am meisten überrascht. Er ist ihm gegenüber so loyal, dass ihm teilweise sogar seine ätzenden Vorgesetzten egal sind und das schon ziemlich witzig ist. Ich hoffe sehr dieses Team öfter anzutreffen.

Auch die Nebencharaktere sind wirklich toll. Teilweise lernt man sie erst kurz vor ihrem Tod kennen, andere begleiteten einen viel länger. Gerade Margo, ein gewisser aufmüpfiger Journalist und ein alter Professor haben dem Buch viel Dynamik gegeben. Denn diese Gruppe hat bald ihre eigenen Gründe, einige Nachforschungen anzustellen.

Jeder der Thriller abseits der typischen Wege mag und auch einer kleinen Portion Horror nicht abgeneigt ist, der sollte sich dieses Buch einfach mal gönnen. Trotz der vielen verschiedenen Perspektiven verlor sich die Spannung für mich keinen Moment. Immer gab es kleine neue Erkenntnisse und wenngleich ist mich noch an das Ende erinnerte, was es einfach nur unglaublich spannend.
Apropos spannend! Falls ihr jetzt an den Film denkt, kann ich euch nur sagen, dass er ziemlich schlecht ist. Besonders, wenn man das Buch kennt.

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Auch besprochen bei: Game of Books, Fluchtpunkt lesen

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